Kinder – die geborenen Yogis

Andrea Kretzschmar ist ausgebildete staatlich anerkannte Gymnastiklehrerin. Als diese arbeitete sie in Kitas mit der Bezeichnung "Facherzieher für Musik und Bewegung".
Andrea Kretzschmar ist ausgebildete staatlich anerkannte Gymnastiklehrerin. Als diese arbeitete sie in Kitas mit der Bezeichnung "Facherzieher für Musik und Bewegung".

„Eigentlich bringen wir von Geburt an alles auf die Welt mit, was einen guten Yogi ausmacht: Zum Beispiel Unvoreingenommenheit und Offenheit allen Lebewesen gegenüber“, davon ist Alexandra Kretzschmar überzeugt. Kretzschmar ist Kursleiterin für Kinderyoga und bringt einmal in der Woche jede Menge Leben, aber auch Entspannung in die ASB Hugenottenhof Kita. Man merkt sofort, dass die staatlich anerkannte Gymnastiklehrerin den Umgang mit den Kindern im Blut hat. Schließlich hat sie weit über 20 Jahre Berufserfahrung.

Kretzschmar selbst kam erst relativ spät in ihrem Leben mit Yoga in Berührung. Doch ihrer Begeisterung tat das keinen Abbruch. Als Erzieherin war es für sie naheliegend, auch Kindern Yoga näher zu bringen. Ihre Hoffnung: „Ich wünsche mir, dass die Kinder durch das Yoga besser zu sich finden und ihm idealerweise ein Leben lang verbunden bleiben.“ Die Kinder haben laut Kretzschmar die Möglichkeit, ihren Körper zu entdecken, wahrzunehmen und ein Gespür dafür zu entwickeln, was ihnen gut tut.

Das Interesse an den Yogakursen, die sie wöchentlich in Kleingruppen in der ASB Kita anbietet, ist sehr groß. Die Kinder tanzen, krabbeln und meditieren in dem hellen Bewegungsraum der Kita. Besonders wichtig ist Kretzschmar, dass die Kinder lernen, dass nicht jeder Mensch alles kann. Und auch nicht können muss. „Ich gehe da selbst mit gutem Beispiel voran und sage oder zeige den Kindern auch, dass ich beispielsweise nicht mit meinem Fuß hinter meinen Kopf komme.“

Disziplin und Leistungsdruck stehen hier nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es um Spaß, Freude und einen gesunden Wechsel aus Bewegung und Entspannung. Stundenlanges Verharren im Lotussitz wäre den Kindern natürlich zu langweilig und anstrengend. Daher dürfen sie hier zwischendurch auch mal wild zu poppigen Lidern abtanzen oder Fangen spielen. Das Kinderyoga stärkt die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern. Praktisch ganz nebenbei wird mit Erzählspielen die Sprache gefördert und die Fantasie angeregt. Ein Zusammenspiel aus Gruppen- und Einzelübungen stärkt zudem das Selbstbewusstsein der kleinen Yogis. Über allem stehen laut Kretzschmar die Einzigartigkeit eines jeden Menschen und der Respekt voreinander.

Die Vorteile von Kinderyoga auf einen Blick:

 

 Koordination – wichtig für die Entwicklung der Motorik

 Verbesserung der Beweglichkeit und Vorbeugung von Haltungsschäden

 Interaktion beider Gehirnhälften – wichtig für das Denken, Lernen und später Lesen

 Sprachförderung

 Förderung der Konzentration, Geduld und Aufmerksamkeit

 Förderung der Entspannung und Gelassenheit – wichtig bei Stresssituationen

 Entwicklung der Kreativität und Stärkung des Selbstvertrauen

 Förderung des Sozialverhaltens > Mitgefühl, Respekt, Verständnis

 Bewusste Wahrnehmung und Achtung des eigenen Körpers

 Gewaltprävention

 

Zur Person: Andrea Kretzschmar ist ausgebildete staatlich anerkannte Gymnastiklehrerin. Als diese arbeitete sie in Kitas mit der Bezeichnung "Facherzieher für Musik und Bewegung". Durch die weitere spätere Tätigkeit als Erzieherin erhielt sie durch die Berufsjahre die anerkannte Gleichstellung zur Erzieherin mit Integrationserfahrung (20 Jahre). Des Weiteren machte sie zwei Zusatzausbildungen als Kursleiterin für Kindermassage und eben für Kinderyoga.

© ASB Kinder- und Jugendhilfe Berlin gGmbH, 2014